Dieter Haist

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Kunstprojekte: "Die Roten Rahmen" 1997

"Die Roten Rahmen"

"Die Roten Rahmen", 1997, 18 Skulpturen zur internationalen Ausstellung "Innenseite", Kassel 

Anstelle des historischen Tores an der Peripherie der Stadt wird das Element des individuellen Ein- und Ausganges in der Form des Türrahmens an den Endhaltestellen bzw. Knotenpunkten von öffentlichen Verkehrsmitteln aufgestellt.
Die Haltestelle ist ein von Erwartungshaltungen geprägter Ort mit dem Ziel, sich von da aus bewegen zu wollen. Die Installation der Rahmen repräsentiert einerseits den geschlossenen Durchgang und andererseits eine Schwellensituation mit nach oben hin geöffneter Form. Sie erweckt eine Bereitschaft zum Eintreten in eine andere Realität, als Offenheit für Unbekanntes, Fremdes und Neues.

Die Form und das Maß der Türrahmen für den Innenausbau übertragen die Intimität des Privaten in den öffentlichen Raum und geben dem Gefühl der individuellen Begegnung durch Bewegung Raum.
In der aktiven Farbe Rot taucht Energetisches gleichzeitig zu der ambivalenten Situation der sich im Türrahmen befindlichen Personen auf: als Aufent-Halt und als Wille zur Begegnung. Türlos positioniert der Rahmen Raum, bildet offene Grenzen - Möglichkeiten der Erweiterung in der Wahrnehmung. Er symbolisiert die Schnittstelle von unterschiedlichen Wahrnehmungen im Moment des Inne-Haltens, Offenheit und Neugier des Augenblicks und nachfolgender
Reaktion.
DIE ROTEN RAHMEN spiegeln die Begegnung in den öffentlichen Verkehrsmitteln als „noch nicht“ des sich Annäherns während des Wartens oder als Erinnerung der Nähe durch eine gemeinsame Fahrt: Zeichen der Bewußtheit für eine gemeinsame Zeit im öffentlichen Raum. Diese begehbaren Skulpturen erschließen sich durch die Bewegungshandlung, erinnern an Durchgänge und können den Blick bzw. die Wahrnehmung für mythologische Tür- und Schwellenerfahrung initiieren.

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