Dieter Haist

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Kunstprojekte: Fotoinstallation in Terezin (Theresienstadt) CZ, 1994

Abb. Ausstellungsansicht und Detail, Gefängniszelle Terezin    

Der Boden von Terezin

Gefängniszellen funktionieren überall gleich. Reduziert auf ein Minimum an Raum und Ausstattung garantieren sie den schärfsten Vollzug öffentlicher Strafpraxis, die Inhaftierung. Gefängniszellen bedeuten zeitlich befristet unfreiwillige Isolation. Damit verbundene Überwachungs- und Disziplinierungsmaßnahmen lassen sich unaufwendig und übersichtlich organisieren. Der kontrollierende Blick von außen nach innen ist perfekt eingerichtet, wie der umgekehrte Blick von innen nach außen verwehrt bleibt. Der Eingesperrte, welchem Vergehen auch immer beschuldigt, steht als Einzelner einer juristisch legitimen Autorität von Vielen gegenüber.

Gefängniszellen als Basiseinheiten von Konzentrationslagern kennzeichnet darüber hinaus eine besondere Systematik an Brutalität und Gewalt.

Die einstige Festung und Garnisonstadt Terezin galt seit ihrer Erbauung Ende des 18. Jahrhunderts als vorbildliche militärische Anlage. Kriegsarchitektur also von Anfang an, die von 1941 - 1945 zum jüdischen Ghetto, vor allem aber als Übergangsläger für Deportationen nach Auschwitz umgenutzt wurde. Die ebenfalls zum Komplex gehörende Kleine Festung war immer schon Haftanstalt. Nach der nationalsozialistischen Okkupation von Böhmen und Mähren wurde sie zum Gefängnis der Gestapo.

In zwei der Gefängniszellen werden jetzt wechselnde Aussstellungsreihen zur Gegenwartskunst präsentiert.


...mehr: Text von Doris Krininger      > Union